Vorsorge für junge Erwachsene: Warum Sie jetzt schon damit starten sollten

Jetzt im Sommer schliessen viele junge Erwachsene ihre Lehre ab, starten ins Studium oder treten ihre erste feste Stelle an. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt und Vorsorge steht dabei verständlicherweise bei vielen nicht ganz oben auf der Liste. Dabei ist genau dieser Moment ideal, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Denn beim Vorsorgen ist Zeit der grösste Hebel: Wer früh beginnt, muss pro Monat weniger zurücklegen und hat am Ende trotzdem mehr. Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt und womit Sie am besten anfangen.

Das Schweizer Vorsorgesystem: drei Säulen

Die Vorsorge in der Schweiz steht auf drei Säulen. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass Sie im Alter, aber auch bei Invalidität oder im Todesfall, finanziell abgesichert sind. Jede Säule hat dabei eine andere Aufgabe und bei einer lohnt sich der frühe Einstieg für Sie besonders.

1. Säule – AHV: Staatlich und obligatorisch. Sie sichert das Existenzminimum im Alter und die Beiträge werden monatlich direkt von Ihrem Lohn abgezogen. Ab dem 1. Januar nach Ihrem 17. Geburtstag und sobald Sie in einem Anstellungsverhältnis erwerbstätig sind, zahlen Sie automatisch ein – Sie müssen nichts unternehmen.

2. Säule – Pensionskasse (BVG): Läuft über Ihren Arbeitgeber, sobald Ihr Jahreslohn die Eintrittsschwelle von CHF 22’680 (Stand 2026) übersteigt. Sie soll zusammen mit der AHV Ihren gewohnten Lebensstandard sichern. Wichtig zu wissen: In der Pensionskasse wird Ihr Alterskapital erst ab dem Jahr aufgebaut, in dem Sie 25 werden – vorher sind Sie damit aber bereits gegen Invalidität und Tod versichert. Gerade in den ersten Berufsjahren sparen Sie hier also noch nicht so viel fürs Alter.

Säule 3a – gebundene private Vorsorge: Die Säule 3a ist freiwillig und gibt Ihnen deutlich mehr Gestaltungsspielraum als die 1. und 2. Säule. Sie entscheiden selbst, ob, wann und wie viel Sie einzahlen – bis zum jährlichen Maximalbetrag von CHF 7’258 (Stand 2026), sofern Sie einer Pensionskasse angeschlossen sind. Voraussetzung ist ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen. Weil Einzahlungen steuerlich begünstigt sind und langfristig Vermögen aufgebaut werden kann, lohnt sich ein früher Einstieg besonders. Wichtig ist aber: Die Säule 3a ist gebunden, das Geld ist also nicht jederzeit frei verfügbar.

Wie Sie am besten starten sollten

In der ersten und zweiten Säule läuft vieles automatisch. Gerade in jungen Jahren können Sie vor allem bei der Säule 3a selbst aktiv werden. Konkret heisst das: Sie eröffnen eine 3a-Lösung bei einer Bank, einer digitalen Vorsorgeplattform oder einer Versicherung und starten mit einem Betrag, der zu Ihrer Situation passt. Das müssen keine 7’258 Franken im Jahr sein. Auch 50 Franken im Monat sind ein solider Anfang – per Dauerauftrag eingerichtet, läuft die Vorsorge fast von allein.


Wichtig ist: Geld in der Säule 3a ist gebunden und nicht jederzeit frei verfügbar. Deshalb ist es sinnvoll, zuerst ein kleines Polster für Unvorhergesehenes aufzubauen, auf das Sie jederzeit zugreifen können. Ob für Sie ein klassisches 3a-Konto, eine Wertschriftenlösung oder eine Versicherungslösung passt, hängt von Ihrem Einkommen, Ihrem Anlagehorizont, Ihrem Sicherheitsbedürfnis und Ihrer Flexibilität ab. Eine unverbindliche Beratung von simply hilft Ihnen, die passende Lösung zu finden.

Warum sich früh starten doppelt lohnt

Entscheiden Sie sich für eine Wertschriftenlösung, wird Ihr 3a-Kapital über viele Jahre angelegt und hat damit Zeit, sich langfristig zu entwickeln. Ein einfaches Beispiel: Legen Sie ab Ihrem 20. Lebensjahr jeden Monat 50 Franken zur Seite, hat dieses Geld bis zur Pensionierung rund 45 Jahre Zeit. Wer erst mit 35 beginnt, hat nicht nur weniger Jahre zum Einzahlen, sondern auch weniger Zeit, in der sich das angelegte Geld entwickeln kann. Um auf ein ähnliches Endkapital zu kommen, müsste die monatliche Einzahlung deshalb deutlich höher ausfallen. Entscheidend ist also nicht nur, wie viel Sie einzahlen, sondern auch, wie früh Sie beginnen.


Dazu kommt ein zweiter Vorteil: Was Sie in die Säule 3a einzahlen, können Sie bis zum gesetzlichen Maximum von Ihrem steuerbaren Einkommen abziehen. Schon kleine, regelmässige Beträge können so jedes Jahr Ihre Steuerrechnung senken – zusätzlich zum Sparen fürs Alter. Wie hoch diese Steuerersparnis ausfällt, hängt von Ihrem Einkommen und Ihrem Wohnort ab.

Jetzt unverbindlich beraten lassen

Welche Vorsorge zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. In einer unverbindlichen Vorsorgeberatung zeigt Ihnen simply persönlich oder per Video, wo Sie heute stehen, welche Möglichkeiten Sie haben und welcher nächste Schritt für Sie sinnvoll ist.

Hinweis: Die Inhalte sind allgemeiner Natur und stellen keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Vorsorgeberatung dar. Wertschriftenlösungen sind mit Risiken verbunden, der Wert kann schwanken. Massgebend für Ihre Situation ist eine persönliche Beratung.

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